Chronik des Posaunenchors

Faszinierende Einblicke in die Chronik des Posaunenchors

Erfahren Sie mehr über die bedeutenden Stationen und Meilensteine des Posaunenchors Cronenberg im Lauf der Zeit.

Gründungsjahr

Der Posaunenchor wurde 1897 gegründet und hat seitdem viele musikalische Höhepunkte erlebt.

Mitgliederzahl

Der Chor besteht aus rund 75 engagierten Musizierenden, die mit Leidenschaft dabei sind.

Jahre Erfahrung

Über 120 Jahre musikalische Tradition prägen den einzigartigen Klang des Posaunenchors.

Die Chronik des Posaunenchors Cronenberg spiegelt eine reiche Tradition und musikalische Exzellenz wider, die über Jahrzehnte gepflegt wurde.

Posaunenchor! Die Anregung zur Gründung von Posaunenchören in Deutschland ging 1843 von Pfarrer Volkening in Jöllenbeck in Westfalen aus. Namen und Auftrag begründen sie aus der Bibel, wo die Posaunen oft erwähnt werden. Mit der Bezeichnung „Posaunenchor“ wollte man den christlichen, gottesdienstlichen Charakter dieser Chöre deutlich machen. Unter Führung der Pfarrer Eduard und Johannes Kuhlo fand das musikalische Wirken der schon bestehenden Posaunenchöre in der Bevölkerung starke Beachtung. Das Posaunenfest 1874, wo die bestehenden Chöre zum erstenmal zusammengefaßt wurden, war der Ausgangspunkt neuer Gründungen in ganz Deutschland.
So kam es auch zur Gründung des Posaunenchors Cronenberg im Jahre 1897 unter Karl-Wilhelm Püttbach, der auch den Chor viele Jahr leitete. Er ging jedoch später aus beruflichen Gründen ins Ausland. Die Leitung des Chores übernahm dann Adolf Wupper. In dieser Zeit fanden sehr schöne Feste statt wie z.B. am Waldheim. Laute Musik erscholl durch die Wälder der Wupperberge unterhalb der jetzigen Friedensstraße.

Ein Jahr nach dem 60jährigen Bestehen des Chores im Jahre 1957 verstarb der allseits verehrte Dirigent Hermann Debus im Alter von 70 Jahren. Über 35 Jahre war er dem Chor ein leuchtendes Vorbild. Sein Nachfolger wurde Horst Kappe, der auf seine Weise dem Chor neue Impulse gab.
Erwähnt seien hier die wechselseitigen Konzerte und Begegnungen mit den Freunden des Posaunenchores Wirtenbach bei Nümbrecht, die auf eine Jahrzehnte lange Freundschaft zurück gehen.
Das letzte Konzert unter der Leitung von Horst Kappe fand 1964 in Cronenberg mit dem Solotrompeter Prof. Franz-Willi Neugebauer vom Westdeutschen Rundfunk statt. Danach konnte Willi von Sprang aus Solingen als Dirigent gewonnen werden. Auch unter seiner Leitung wurden erfolgreiche Konzerte und Veranstaltungen durchgeführt.

Horst Kappe, Chorleiter von 1957 bis 1964

Der Wandel der Zeit machte auch im Posaunenchor Cronenberg nicht halt. Hinzu kam, daß mehrere ältere Mitglieder und andere infolge Krankheit ihre Mitwirkung beenden mußten. Aber es konnten auch neue junge Bläser gewonnen werden, mit denen manche Lücke wieder geschlossen wurde.

Der Posaunenchor hat seine Konzerte und Feste immer im Vereinshaus (heute Martin-Luther-Haus) durchgeführt. Doch kurz vor dem 90jährigen Jubiläum wurde der evangelischen Kirchengemeinde Auflagen seitens des Bauordnungsamtes gemacht und es durften ab sofort nur noch Veranstaltungen mit höchstens l00 Zuhörern durchgeführt werden. So war für den Chor guter Rat teuer. Aber das Presbyterium der reformierten Kirchengemeinde hat dann beschlossen, daß die Konzerte des Posaunenchors in der reformierten Kirche stattfinden können. So war das Jubiläumskonzert im Jahre 1987 das erste Konzert des Posaunenchors in der Kirche. Die Bläser fühlten sich wahrlich nicht so ganz wohl dabei, Märsche, Ouvertüren, Musicals und Walzer unter der Kanzel zu spielen. Aber der Posaunenchor spielt neben der sakralen Musik auch die andere schöne Musik zum Lobe unseres Gottes. Und so waren die Cronenberger auch bereit, zu den Konzerten des Posaunenchors in die schönste Kirche des Bergischen Landes zu kommen. Der Chor ist der Reformierten Gemeinde viel Dank schuldig.

Der Posaunenchor war mit den Vorbereitungen der Veranstaltungen zu seinem 90jährigen Bestehen beschäftigt, als der Chorleiter Friedel Wittich schwer erkrankte. Um Proben und Konzert durchführen zu können, benötigte der Chor kurzfristig einen neuen Dirigenten. Mit viel Glück konnte Bernhard Kulla gewonnen werden und das Jubiläumskonzert wurde ein großer Erfolg. Die Krankheit von Friedel Wittich wurde immer ernster. Er hat dann noch ca. 2 Jahre im Chor Tenorhorn geblasen bis ihn ein Schlaganfall traf und er im Rollstuhl ins Altenheim mußte, wo er dann im Jahre 1990 verstarb. Der Chor hat in Friedel Wittich einen lieben und treuen Dirigenten verloren.

Im Jahre 1988 hat der Posaunenchor Cronenberg eine gute Zusammenarbeit mit anderen Posaunenchören begonnen. Der Chor hat zu einem Posaunentag nach Cronenberg eingeladen. Es beteiligten sich die Posaunenchöre Beyenburg, Dönberg, Ronsdorf und Wichlinghausen. Seitdem findet solch ein Posaunentag jedes Jahr mit wechselndem Gastgeber statt. Ein solcher Tag beginnt mit einem Gottesdienst, in dem alle Chöre (ca. 60 Bläser) zusammen musizieren. Nach dem Gottesdienst wird ein Platzkonzert mit allen Bläsern veranstaltet und der Tag endet mit einem Mittagessen und einem brüderlichen Beisammensein. So ist es auch möglich geworden, daß Bläser aus einem anderen Chor mithelfen, wenn in einem Chor bei einem Einsatz der ein oder andere Bläser fehlt.

So sind inzwischen 100 Jahre vergangen im Posaunenchor Cronenberg. Der Chor hat in den letzten 40 Jahren 27 aktive Bläser durch Tod verloren, das ist ein ganzer Chor. Aber der Chor besteht weiter mit neuen Bläserinnen und Bläsern und zählt heute immerhin über 30 aktive Bläser. Auch viele passive Mitglieder gehören zum Chor und der Chor ist dankbar für die Unterstützung dieser passiven Mitglieder.

So geht es nun in das nächste Jahrhundert. Der Posaunenchor ist seinem Auftrag, das geblasene Wort Gottes den Menschen zu bringen, treu geblieben. Der Dienst im Chor bedeutet für die Mitglieder viel Einsatz an Zeit und Geld. Wenn man bedenkt, daß der größte Teil der Bläser mit dem Auto zu den Proben und Einsätzen kommt, dann sind jedes Jahr von allen zusammen ca. 30.000 km zu fahren. Aber alle sind dazu bereit diesen Dienst zu tun.

Seit dem 01.01.2008 der neue Musikalischer Leiter Holger Havemann

Holger Havermann ist Instrumentalpädagoge und hat als Hauptinstrument Posaune studiert. Neben dem Posaunenchor Cronenberg leitet Herr Havemann noch andere Orchester in Wuppertal und unterrichtet an Schulen.

Durch seine Unterrichtstätigkeit liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit in der musikalischen Früherziehung sowie Ausbildung junger (und auch älterer) Nachwuchsmusiker. Kinder sollten so früh wie möglich den Zugang zu einem Instrument bekommen, um später in der Gemeinschaft eines Orchesters zu musizieren.
In den letzten 3 Jahren ist der Posaunenchor Cronenberg, durch die Arbeit von Holger Havemann, Musikalisch und Personell gewachsen.
Inzwischen ist das Orchester auf eine Stattliche Zahl von 47 Musikern gewachsen.
Es konnte auch ein Umbruch im Reportoir vorgenommen werden so das der Posaunenchor Cronenberg für die Zukunft gerüstet ist.